"Wer ist Wer" bei Give A Chance?

 

In unserer jetzt startenden Serie "Wer ist wer?" möchten wir euch einen Einblick hinter die Kulissen bei Give A Chance geben. Was sind das für Menschen hinter den Projekten? Was bewegt sie dazu, bei Give A Chance mitzuwirken? Wer kontrolliert, dass der Schulbau in Kribi Newtown weitergeht? Wieviel kostet ein Schulbau für 600 Kinder in Kamerun? Diese und viele weitere Fragen möchten wir euch beantworten.

 

Lorena ist seit 2018 mit Herzblut bei "Kinder für Kinder" - Kinder hier in der Schweiz helfen den Kindern in Kamerun - dabei. Die in Birsfelden, Kanton BL als Primarschullehrerin tätige 32jährige hat sich total in die Organisation Give A Chance verliebt und kann sich voll und ganz mit der Mission identifizieren.

 

Seit wann bist du bei Give A Chance?

Lorena: "Ich hatte bereits vor längerer Zeit von der tollen Arbeit von Give A Chance gehört und war hier und dort mit dabei. Aber erst seit 2019 bin ich als aktives Mitglied mit bei Give A Chance dabei."

 

Was hat dich zu deiner Teilnahme bzw. Mithilfe hier bewegt?

Lorena: "Ich bin Lehrerin und habe mit meinen Klassen zweimal Events durchgeführt, um Spenden zu sammeln. Ich habe meinen Schulkindern erklärt, dass es auf dieser Welt andere Länder gibt, in denen die Kinder nicht so viel Glück haben wie wir in der Schweiz, dass die Familien es sich nicht leisten können, Schulbücher zu kaufen oder dass es in ihrem Schulgebäude durchregnet. Ich finde es sinn- und wertvoll, in Kinder und Bildung zu investieren."

 

Was genau machst du bei Give A Chance?

Lorena: "Ich bin im Team 'Kinder für Kinder' tätig, helfe bei Events mit und war jetzt im Februar in Kamerun. Ich bin ja Lehrerin und habe somit Zugang zu meiner und anderen Schulen. Ich versuche Projekte auf die Beine zu stellen, wo die Kinder hier Spenden für die Kinder in Kamerun sammeln können - daher 'Kinder für Kinder'. Es macht wirklich viel Spass!"

 

Was waren die eindrücklichsten Momente für dich?

Lorena: "Es war toll zu sehen, wie ein solches Projekt den Schulkindern in der Schweiz in Erinnerung bleibt. Selbstverständlich war es auch eine einmalige Erfahrung, hautnah in Kamerun alles mitzuerleben. Plötzlich werden die Spenden und die Mitarbeit materialisiert: man steht vor der Schule und sieht die fröhlichen Kinder, die Schulbänke, wie das Fundament gebaut wird und denkt: Wow, ich habe einen kleinen Teil dazu geleistet! Irgendwie macht es einen dann doch ein bisschen stolz. Und zum Schluss möchte ich auch erwähnen, dass es fantastisch war, an der Planung und Umsetzung von der Gala "Basel meets Africa", die 2019 das erste Mal stattfand, beteiligt gewesen zu sein. Insgesamt habe ich also bei Give A Chance in der kurzen Zeit schon einiges erleben dürfen."

 

Was wünschst du dir für Give A Chance für die Zukunft? 

Lorena: "Ich hoffe, dass weitere Schulen gebaut und mehr Kinder in Afrika unterstützt werden. Es wäre toll, wenn Give A Chance noch mehr Bekanntheit erlangen würde und wir das ganze Projekt expandieren können."

 

WÜNSCHST DU DIR DAS AUCH FÜR GIVE A CHANCE? DANN UNTERSTÜTZE UNS UND DIE KINDER MIT EINER SPENDE! VIELEN DANK!

 

 

Lorena hatte das Glück, dass sie kurz vor dem Corona Lockdown mit dem Team von Give A Chance nach Kamerun reisen durfte. Hier erzählt sie uns von ihren Eindrücken.

 

Wie hast du dich gefühlt, als du die Schulen in Kamerun direkt vor Ort besuchen durftest?

Lorena: "Give A Chance ist den Menschen in Kamerun ans Herz gewachsen. Man konnte das in den Augen der Kinder erkennen: sie strahlen vor Hoffnung und Freude. Wir wurden von allen Seiten sehr herzlich und warm empfangen.

Vor Ort zu sehen, was wir von Basel aus mit unserer Arbeit erreicht haben, war wirklich ein überwältigendes Gefühl. Die Menschen schätzen unsere Hilfe wirklich! Es werden Lernumgebungen erschaffen, die für die Kinder sehr wertvoll sind. Der kulturelle Austausch ist für alle eine Bereicherung."

 

Gab es auch Dinge, die dich irritiert oder enttäuscht haben?

Lorena: "Die Lehrer und Schulleiter waren zum Teil unvorbereitet, es war dann nicht immer einfach, unsere Projekte vor Ort durchzuführen. Traurig war es zu sehen, wie wenig schulische Ressourcen den Kindern zur Verfügung stehen."

 

Hast du die Schulen so vorgefunden, wie du dir es vorgestellt hattest?

Lorena: "Die Give A Chance Schulen haben einen hohen Standard im Vergleich zu anderen Schulen in Kamerun. Dennoch - die alte Schule in New Town zu sehen, war im ersten Moment ein Schockerlebnis. Unglaublich, unter welchen schlechten Bedingungen die Kinder und Lehrer dort zur Schule gehen. Zum Glück wird nun mit den Spenden, die wir mit Give A Chance sammeln konnten, dort ein neues Schulgebäude für über 600 Kinder gebaut!"

 

Nach der Rückkehr aus Kamerun hat euch die Corona Krise voll getroffen?

Lorena: "Ja, leider. Die Corona Krise brachte alles leider zum absoluten Stillstand. Es war nicht möglich, neue Projekte zu planen oder Schulen zu besuchen etc. Das Projekt 'Kinder für Kinder' hat sehr darunter gelitten."